Die jecke Senatstour 2011

 

Alles begann am 28.10.2011. Die Senatoren mit Ihren lieblichen Frauen trafen sich um 11:30 Uhr traditionsgemäß bei unserem Vereinswirt und neuem Senats-Hospitant „Bätes“ in der Vereinskneipe „Grinkenschmied“. Eine für Naaksühle absolut unsagbar frühe Uhrzeit.

 

Unser Ziel war diesmal die in NRW bis dahin unbekannte Stadt an der Mosel „Cochem“. Wer sie nicht kennt kann ja mal auf der Landkarte suchen oder einen Senator der „KG Naaksühle“ nach dem Weg fragen. Um 12:00Uhr machten wir uns auf, der unbekannten Stadt an der Mosel unsere Aufwartung zu machen. Unser „Bätes“ hat uns für die Fahrt mit Leckereien aus seiner hervorragenden Küche versorgt und unser „Deinhard“ (Heinz Weingarten) sorgte für den gleichnamigen Durstlöscher. An dieser Stelle sei unser lieber Senator Peter Breit lobend erwähnt, der wie jedes Jahr mit seinem Bauchladen (alles was eine gut sortierte Bar, pardon Bauchladen, braucht) für echte Begeisterung sorgte. 

Ankunft im Hotel „Cochemer Jung“
Ankunft im Hotel „Cochemer Jung“

Wir waren also bestens gerüstet, um gut gelaunt die bis dahin unbekannte Stadt „Cochem“ zu erreichen. Gut angekommen und etwas erschöpft von der Reise, haben wir erst einmal eine Rast auf der Terrasse unseres Hotels „Cochemer Jung“ eingelegt und die kulinarischen Leckereien der einheim- ischen Bevölkerung studiert. „Wohl bekomm‘s“. Anschließend konnten

                                                                 wir das Hotel in Beschlag nehmen.

Studium der einheimischen Gebräuche
Studium der einheimischen Gebräuche
Lange Nacht im Cochemer Ratskeller
Lange Nacht im Cochemer Ratskeller

Mit neuer Kraft versehen, haben wir den Abend und auch einen Teil der Nacht im „historischen Ratskeller“ verbracht. Und auch dort sind wir wieder den Sitten und Gebräuchen der Einheimischen zum Opfer gefallen und haben vorzüglich gespeist und die so genanten „Hochgewächse“ studiert. Das ist „Wein aus hohen Lagen“ und nicht das, wonach es sich anhört.

Erfolgreiche Eroberung der Burg Beilstein
Erfolgreiche Eroberung der Burg Beilstein

Nach dem Frühstück wagten wir uns auf eine einheimische Barkasse (im Rest von Deutschland auch “Schiff“ genannt), um nach einer schönen Fahrt und bei bestem Wetter den Ort „Beilstein“ in Besitz zu nehmen. Einige Holländer konnten uns auch nicht daran hindern. Und so besetzten einige aus der Truppe erst einmal das beste Lokal der Ortschaft und die anderen, nach einem anstrengenden Aufstieg und gegen die Gebühr von 2 EUR je Naaksühl, die wehrhafte Burg. Damit waren alle strategischen Ziele von uns erobert.

Oktoberfest mit dem neuen Präsidentenpaar
Oktoberfest mit dem neuen Präsidentenpaar

Nach der Rückkehr nach Cochem haben wir uns mit Lederhosen und Dirndl verkleidet. Damit waren wir als Kölner nicht mehr auszumachen und konnten so völlig unerkannt auf das Oktoberfest gehen. Dort feierten wir erst im Sitzen, später im Stehen auf den Bänken. Da gab es dann auch das ein oder andere Gerstensaftgetränk. Zu vorgerückter Stunde haben wir dann den Ort der Völlerei verlassen und ein neues Ziel ausgemacht. Eine echte Kneipe mit nur einem Wirt (hierzulande sehr selten). Den haben wir erst einmal für einen Holländer gehalten und versucht ihn zu bekehren. Wie sich im Verlaufe der „Nacht“ (der Begriff ist im Übrigen abgeleitet von Naaks.......) herausstellte, war unsere Sorge um den Wirt völlig unbegründet. Er kommt von der Ostsee, bietet Kölsch an und hat die unbekannte Stadt schon ca.23 Jahre vor uns entdeckt.

Der Senat op Tour 2011
Der Senat op Tour 2011

Am kommenden Morgen, die Nacht war noch nicht zu Ende, haben wir uns zu unserem traditionellen Frühschoppen wieder in der Kölsch-Kneipe bei unserem neuen Freund eingefunden. Von unserem Senatspräsidenten wurde er erst einmal wegen seiner Verdienste der vergangenen Nacht mit dem Orden der Gesellschaft geehrt. Dabei ist es in Cochem so üblich, dass der Geehrte einen Kuss auf seine Glatze erhält (er hatte jedenfalls eine).

Nach einem ausgiebigen Frühschoppen mit einheimischen Pizzen, den sogenannten „Flammkuchen“, und einer Portion frischem Kuchen für unseren Senator Dieter Ragas machten wir uns voller Wehmut wieder auf den Heimweg. Wir haben jedoch, im Gegensatz zu Kolumbus bei seiner Entdeckung Amerikas, bei der einheimischen Bevölkerung einen sehr guten und bleibenden Eindruck hinterlassen und dürfen gerne wiederkommen.

 

Bei unserer Ankunft in unserem Vereinslokal erwartete uns ein weiterer Höhepunkt zum Ende der Reise. Ein Rheinischer Sauerbraten vom „Bätes“, pardon der Extraklasse. Das war ein gelungener Ausklang einer wunderschönen Reise in die bis dahin unbekannte Stadt Cochem.

 

Ein großer Dank an dieser Stelle an unseren Senatspräsidenten Günter Adams und seine tolle Frau Martina. Beide haben die ganze Fahrt mit viel Leidenschaft und persönlichem Einsatz hervorragend organisiert.

 

Danke auch an unseren Schatzmeister Willi Siebert, der unsere Investitionen sehr gut angelegt hat und somit in der Lage war jederzeit unsere Zeche zu zahlen.

 

Frank Lützenkirchen