800 begeisterte Herren beim Häreovend 2010

Den Auftakt unseres Häreovend machte in diesem Jahr die Prinzen Garde der Stadt Köln. Das Korps zog vor ca. 800 Männern in die Mülheimer Stadthalle ein. Neben dem Tanzpaar Verena Gondro und Lars Fröhlich wusste auch das Korps mit seinen Tanzeinlagen den Saal zu begeistern. Wer seine Sitzung mit einem rot-weißen Traditionskorps beginnen kann, braucht sich für den weiteren Verlauf des Abends keine Sorgen zu machen. Getreu dem diesjährigen Motto „In Kölle jebützt“, verabschiedeten sich die Präsidenten Dieter Ragas und Siegfried Schaarschmidt mit einem Blumenstrauß und `nem Bützje von dem Mariechen Verena Gondro.

Jupp Menth, ne kölsche Schutzmann, hatte die Herren bestens im Griff. Der ganze Saal hörte ihm aufmerksam zu. Dank seiner herrlichen Rede war ihm ein tosender Applaus sicher. Zu Mitklatschen und Mitschunkeln sorgten danach die Kalauer. Sie verstehen es immer wieder grandiose Parodien auf die Bühne zu bringen. Auch beim nächsten Redner blieb kein Auge trocken. Fred van Halen und sein gefiederter Freund Aki hatten ein tolles Programm mit im Gepäck. Wer sich traute den Gang zum Foyer anzutreten, musste sich von Aki einiges anhören. Sehr zur Freude derer, die brav auf ihren Stühlen saßen und gespannt zuhörten. Als Horst Schlämmer oder Wolfgang Petry verkleidet, hatte Hans Blum mit seiner Gruppe „Blom un Blömcher“ nun seinen Auftritt. Mit fetzigen Melodien brachten sie die Männer in der Stadthalle wieder richtig auf Touren. Für den religiösen Part war Willibert Pauels als „ne bergische Jung“ zuständig. Die Kirche, den Karneval und vor allem sich selbst nicht so Ernst nehmend, hatte er das Publikum auf seiner Seite.

So richtig von den Stühlen riss es die Herren bei den Domstürmer’n. Mit tollen Eigenkompositionen aber auch mit bekannten Party-Hits rockten sie den Saal.

Das Tanzkorps der Müllemer Junge, die Original Matrosen vum Müllemer Böötche, zeigten sich tänzerisch und akrobatisch von ihrer besten Seite. Am liebsten hätte der Saal sie nicht von der Bühne gelassen. Zum großen Finale zogen nun die Domstädter ein. Sie feiern in diesem Jahr, wie die Bläck Fööss, ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Mit vielen kölschen Hits und bekannten Potpourris mischten sie den Saal noch einmal richtig auf. Von der guten Laune angesteckt, zog es Dr. Joachim Wüst auf die Bühne. Was nun folgte war ein besonderer Moment auf unserem Häreovend. Musikalisch von den Domstädtern begleitet sang er die kölsche Version von „My Way“, „Ich ben vun Kölle“. Diese mit Herz und gekonnt vorgetragene Gesangseinlage bildete eine tollen Abschluss für einen erfolgreichen Häreovend. Die Herren im Saal dankten ihm und den Domstädtern mit stehenden Ovationen und der Forderung nach einer Zugabe.

 

TH