Debüt für Michael Kemp als Sitzungsleiter

In freudiger Erwartung stand Präsident Dieter Ragas auf der Bühne, um den einziehenden Elferrat zu begrüßen. Pünktlich um 19:30 Uhr zog der Elferrat um Sitzungsleiter Michael Kemp in die Mülheimer Stadthalle ein. Dieter Ragas bat als erstes unseren bisherigen Sitzungsleiter Friedhelm Klein zu sich, um sich bei ihm für die bis letztes Jahr geleiteten Sitzungen zu bedanken. Danach wurde Michael Kemp dem Publikum vorgestellt und konnte sodann mit seinem Debüt als Sitzungsleiter für die KG Naaksühle starten.

Trotz einer Terminverlegung von unserem traditionellen Samstagnachmittag auf den Freitagabend konnte unser Literat Jürgen Steup ein schönes Programm zusammenstellen.

Mit einem traditionsreichen Korps, wie der Prinzen-Garde der Stadt Köln, fällt der Einstieg in einen tollen Sitzungsabend nicht schwer. Mit einer kurzen aber schmissigen Moderation kündigte Michael Kemp das bühnenfüllende Korps und Musikzug an. Großen Beifall gab es auch für das Tanzpaar der Prinzen-Garde. Mariechen Verena Gondro und Tanzoffizier Lars Fröhlich - Sohn unseres Mitgliedes Alois Fröhlich - wurden nach ihren Tänzen frenetisch bejubelt. Im übrigen zeigte das Publikum von Anfang an vollen Einsatz. Es sang, klatschte und schunkelte zu hundert Prozent mit.

Nachdem die Bühne allmählich von der Prinzen-Garde freigemacht wurde, folgte mit den Pittermännchen nun ein Zwiegespräch. Wahre Begeisterungsstürme wehten unseren Ühlepänz um die Nasen. Es konnte nicht nur eine erhebliche Steigerung zum letzten Jahr festgestellt werden, sondern auch die neuen Elemente aus dem Jazzdance und Musical Bereich kamen beim Publikum hervorragend an. Während sich Michael Kemp für die gezeigten Darbietungen bei den Trainerinnen Anja Weimann und Jessica Rath bedankte, hörten die Rufe nach einer Zugabe nicht auf. Jugendleiterin Carina Hering bekam einen bunten Blumenstrauß für die gute Arbeit der vergangenen Monate überreicht. „Liebe Ühlepänz, macht weiter so“!

Den verloren gegangenen Flüssigkeitshaushalt füllten nun die Filue wieder auf. Sie brachten neben vielen bekannten Hits auch 10 Liter Kölsch (musikalisch versteht sich) mit auf die Bühne. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Marc Metzger - Dä Blötschkopp - war nun an der Reihe. Während seiner grandiosen Rede hielt es ihn nicht mehr auf der Bühne. Ganz spontan marschierte er durch die Reihen im Saal. Dumm war nur, das unser Sitzungsleiter meinte er könne unbeobachtet seine nächste Moderation vorbereiten. Dies sollte man bei einem Marc Metzger möglichst nicht tun. Prompt nahm „Dä Blötschkopp“ den armen Michael Kemp auf die Schippe. Somit sorgte Michael (unfreiwillig) für noch mehr Lacher im Publikum.

Mit Marita Köllner ging es weiter im Programm. Das Publikum stand auf den Stühlen und sang kräftig mit. Auch Marita wanderte von der Bühne in den Saal und schwups auf den Tisch. Sie tauschte ihre Perücke gegen eine Cappy, die sie einem laut mitsingenden Gast vom Kopf nahm. Mit vertauschten Kopfbedeckungen sangen beide weiter. So ganz neben bei machte Marita Köllner mit ihrer Kamera noch Bilder für ihre eigene Homepage. Nun war die Stimmung auf ihrem absoluten Höhepunkt angelangt und das Publikum nicht mehr zu bremsen.

Da sollte der Einzug des Dreigestirns ja ein Kinderspiel werden. Doch leider schwappte die gute Laune im Saal nicht auf das Trifolium über. Prinz, Bauer und Jungfrau wirkten etwas müde und lustlos. Da half auch der Versuch der Jungfrau nichts, die Damen mit Komplimenten zu überhäufen. Die KG Naaksühle überreichte Prinz Markus zur Geburt seines Sohnes Matteo eine Kiste Pampers. Die Freude des Prinzen hielt sich sichtbar in Grenzen, weil er nicht zum ersten Mal mit Pampers für seinen Sohn versorgt wurde. Nach dem Auftritt des Dreigestirns war es Zeit für eine kurze, sehr kurze Pause.

Den Kalauern gelang es nicht auf Anhieb, die Gäste aus dem Foyer in den Saal zu bewegen. Erst allmählich füllte sich die Stadthalle in Mülheim wieder. Dafür hörte der Saal dann um so aufmerksamer zu und die Kalauer erhielten dann auch den verdienten Applaus. Auch dem folgenden Programmpunkt, Fred van Halen und seinem gefiederten Freund Aki, wurde aufmerksam zugehört. Fred van Halen hatte wieder einige Pointen und Gags auf Lager. Nach einem tollen Beitrag und etlichen Lachern kam wieder etwas fürs Auge. Das Tanzkorps seine Tollität Luftflotte übernahm das Kommando über die Jecken im Saal. Sie begeisterten mit hervorragender Luftakrobatik und tollen Schrittkombinationen. Mit den Domstädtern folgte der letzte Auftritt des Abends. Sie zogen gemeinsam mit der Rhine Power Pipe Band auf. Da die Domstädter, wie auch die Bläck Fööss, in diesem Jahr 40-jähriges Bühnenjubiläum feiern, durfte ein Potpourri mit Liedern der Fööss nicht fehlen. Zum Abschluss einer tollen Sitzung wurde uns ein tolles Bühnenbild präsentiert. Sitzungsleiter Michael Kemp erklärte um 1 Uhr die Sitzung für beendet und bedankte sich bei unseren Gästen im Saal für die hervorragende Stimmung und die große Ausdauer, die an den Tag gelegt wurde.

Wir freuen uns alle schon auf nächstes Jahr – dann wieder gewohnt am Samstagnachmittag.

 

TH