Damenfrühschoppen

Das Schützenheim war bis auf vereinzelte Plätze komplett ausverkauft. Dies war jedoch nicht der Grund für Inge Brockmeyer's Nervosität. Nach einem Jahr Pause und mit neuem Konzept wollten die Ühlemädcher und die Gesellschaft wieder etwas für Damen in unserem Veedel bieten. Die große und vor allem positive Resonanz der Besucherrinnen zeigte, dass die Naaksühle auf einem guten Weg sind.

Das Angebot „kleine Leckereien“ mitbringen zu dürfen wurde sehr gut angenommen und umgesetzt. Von Salzstangen und Chips bis hin zu Flönz, Frikadellen und Käsehäppchen kam fast alles auf den Tisch was sich in Taschen transportieren ließ.

 

Mit großer Anspannung begrüßte Inge Brockmeyer zum ersten Mal als Moderatorin die Damen im „Höhenhauser Gürzenich“, dem Schützenheim. Nach einigen einleitenden Worten konnte sie unsere Ühlepänz auf die - etwas beengte - Bühne bitten. Die Ühlepänz waren der richtige „Eisbrecher“ für die Damen im Saal. Mit ihrem Jubiläumstanz, denn die Ühlepänz feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen, rissen sie alle von den Stühlen. Zu der Filmmusik von „Fluch der Karibik – Pirates of the caribbean“ zeigten sie ein wahrhaftiges Piratenspektakel welches sich sehen lassen konnte. Bauchredner Peter Kercher mit seiner Kuh „Dolly“ zog nun als Nächster in den Saal. Mit frechen und flotten Sprüchen überzeugte er auf ganzer Linie. Er durfte die Bühne erst nach der geforderten Zugabe verlassen.

„Un dann denk ich an Kölle“ war der bekannteste Titel den „Roland – voll us dem Levve“ präsentierte. Mit eigenen und mitreißenden Hits brachte er die Mädcher zum Schunkeln, Singen und Klatschen. Danach folgte „kölsche Frauenpower“ - Marita Köllner betrat die Bühne. Sie brachte das Schützenheim so richtig zum Kochen. Es wurde nicht nur bei ihren bereits bekannten Hits kräftig mitgesungen sondern auch bei dem neuesten Stück „Medden op die Schnüss“. Die Mädels im Saal standen auf den Stühlen und tanzten auch ausgiebig zu Marita Köllner's Liedern mit. Auch sie ließ man ohne Zugabe nicht von der Bühne. Das Männerballett die „Schlosskavaliere“ brachten auf besondere Art und Weise das gewisse „Sexappeal“ mit und sorgten mit ihrer Darbietung für anhaltende gute Laune.

Ein weiteres Highlight war „Tino vom Taxi“. Er erzählte so manche Anekdoten aus seinem Berufsleben als Taxifahrer. Besondere Geschichten und Geschichtchen verpackte Tino, der im richtigen Leben ausgebildeter Opernsänger ist, in mitreißende Lieder. Mit „Kölsche Jung“ zu der Melodie von „Nessun dorma“ verschaffte Tino Selbach, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, den Damen ein wahres Gänsehaut-Finale. Die Damen dankten es ihm mit stehenden Ovationen. Mit viel Schwung und Pep wirbelten die „Kölsche Biester“ über die Bühne. Zu dem Titel „Schöne Männer“ brachten Pia, Sandra und Liane zwei junge gutaussehende Tänzer mit. Die beiden Herren unterstützten die drei Mädels auf und vor der Bühne bei ihren Tänzen und heizten unseren Damen so richtig ein. Als „Finalist“ standen die Boore vor den gut aufgelegten Damen auf der Bühne. Mit Hits von „Rut sin de Ruse“ bis zum neusten Titel „Wir wollen leben“ zeigten sie ihre volle Bandbreite. Unterstützung bekamen sie bei ihrem Auftritt von den drei großen B's (B B B), der Boore Big Band. Eine aus Hobbymusikern bestehende Gruppe, die schon seit ihrer Kinderzeit musiziert. Erst als die letzten Töne am späten Nachmittag verklangen konnte Inge Brockmeyer den ersten Damenfrühschoppen beenden.