Häreovend 2012

 

 

Häreovend 2012

 

Bereits zum sechsten Mal hieß es „Herzlich Willkommen zum Häreovend der KG Naaksühle und KG Müllemer Junge“. Müllemer Junge Präsident Siegfried Schaarschmidt begrüßte nicht nur die über 700 Herren in der Mülheimer Stadthalle sondern stellte ihnen auch unseren neuen Präsident der Naaksühle,

Peter Monschau vor. Nach dieser kurzen Eröffnungsrede ging es mit einem Paukenschlag in ein „Hervorragendes“ Herrensitzungsprogramm. Querbeat verstand es auf Anhieb die Herren von Sitzen zu holen. Mit ihrem „Colonia Tropical“ Hit kam der ganze Saal direkt auf die richtige Betriebstemperatur. Dank diesem tollen „Warmup“-Programms hatten auch die Klüngelköpp leichtes Spiel bei unseren männlichen Gästen. Die „kölsche Fiesta“ der Klüngelköpp schloss sich nahtlos an zuvor gehörten Samba-Rhythmen an und begeisterten. Doch auch bei dem zum schunkeln einladenden Titel „Wenn am Himmel die Stäne danze“ sangen die Herren kräftig mit. Ein wieder mal glänzend aufgelegter Marc Metzger als „dä Blötschkopp“ hatte den Saal fest im Griff. Nur ganz „mutige“ trauten sich während seines Auftrittes den Gang zur Toilette anzutreten. Diese Handlungen ließ Marc Metzger nicht kommentarlos über sich ergehen und hatte die Lacher -zur Schadenfreude aller sitzengebliebenen- auf seiner Seite. “Jede Minute ist eine Wohltat für den Humor“, mit diesen Worten verabschiedete Siegfried Schaarschmidt den „Blötschkopp“ von der Bühne und dankte ihm für einen grandiosen Auftritt. Als älteste Newcomer Band stand nun die Kölsch Fraktion auf der Bühne. Den, so beiden Ex-Höhner Peter Horn und F.M. Willizil, sei die Band ja erst vor drei Jahren gegründet worden und sei man ja noch ein Newcomer in der Branche. Ihre Lieder sind schon seit Jahrzehnten allen Karnevalisten bestens bekannt. Bei „Blotwoosch, Kölsch un e lecker Mädche“ und „Hey Kölle“ sangen nicht Kölner sondern auch Gäste aus Westfalen kräftig mit. Einer der letzten Redner die noch ein kräftiges Kölsch sprechen können, stand „ne kölsche Schutzmann“ Jupp Menth auf der Bühne. Im Gegensatz zum „Gürzenich könne man hier bei der KG Naaksühle und KG Müllemer Junge noch Kölsch sprechen und wird sogar noch verstanden“ begann er seine herrliche deftige und auch politische Rede. Nachdem der Saal sehr aufmerksam den Worten von Jupp Menth gefolgt war wurde es wieder Zeit eine musikalisches Intermezzo. Die Labbese bekamen im laufe ihres Auftrittes auch prominente Unterstützung. Der Vizepräsident des Kölner Festkomitees Dr. Joachim Wüst gesellte sich spontan zu den Labbese und sang gemeinsam mit Frontmann Norbert Wielpütz „E Janz Klei Stöck Vun Kölle“. Hiermit bewies Joachim Wüst dass er nicht nur ein eingefleischter Karnevalist sondern auch ein stimmgewaltiger Sänger ist. Im Programm ging es anschließend mit Bernd Stelter weiter. Nicht nur top aktuell präsentierte er seinen wortgewandten Beitrag, sondern spickte diesen mit kleinen witzigen musikalischen Pointen. Nachdem die Ohren und Lachmuskeln bisher genügend versorgt wurden, durften sich die Augen auf ein Verwöhnprogramm freuen. Die Original Matrosen vum Müllemer Böötche zogen durch die Mülheimer Stadthalle ein. Sie boten den Herren eine tolle choreografische und artistische Tanzleistung. Der Dank für die gezeigte Leistung war tosender Applaus am Ende ihre Auftrittes. Das unser Publikum auch zur vorgerückter noch aufmerksam zuhören kann, durfte „ne bergische Jung“ Willibert Pauels feststellen. Die kleinen Geschichten um Karneval und Kirche sowie deren Zusammenhänge hat Willibert Pauels aktuell verpackt und witzig vorgetragen. Diese nämlich seine ganz eigene Art von Humor darzustellen ist besten bei den Herren angekommen. Mit Standing Ovation ist Pauels von Bühne verabschiedet worden. Das er ein Händchen für eine gute Programmgestaltung hat bewies Alexander Dick -Literat Müllemer Junge- mit der Verpflichtung der Domstürmer. Als letzter Programmpunkt waren nun sie nun an der Reihe und schafften es die Mülheimer Stadthalle zum kochen zu bringen. Einmal von den Stühlen gerissen fand man kein Ende die Titel „Mach dein Ding“ oder „Happy Weekend“ fröhlich weiter zu singen, so dass diese mehrfach von den Domstürmer gespielt werden mussten. Es ging sogar soweit dass die Band um Frontmann Micky Nauber einen „Schmusesong“ anspielten um die Herren etwas zu beruhigen. Arm in Arm schunkelnd verklangen so letzten Töne des Abends und ein toller Häreovend ging unter großem Applaus zu Ende.

TH