Prunk- und Kostümsitzung 2013

 

 

 

Am 26.01.2013 schien es gen Nachmittag in der Mülheimer Stadthalle, als hätte der harte und kalte Winter die Nachteulen doch geschafft und allesamt ans Bett gefesselt. Schniefend und schlurfend, eingehüllt in Bademäntel, dicke Schals und eine flauschige „Mütze“ auf dem Kopf, konnte sich der Elferrat gerade noch aufmachen, die geplante Prunksitzung der Höhenhauser KG Naaksühle 1949 e.V. durchzuführen. Sicherlich erreichten sie Saal und Bühne überhaupt nur wegen der attraktiven Krankenschwestern (unseren Pagen Katharina Moll & Romina Kelterbaum), die die schwermütige Karawane begleiteten. Allen Anwesenden war sofort klar: so können wir den heutigen Abend nicht begehen - ein Arzt muß her!

 

 

 

Dieser kam auch schon schnellen Schrittes angerannt – zur Visite! Dr. Eric Schroth (der sich später als Sitzungspräsident outete und durch den Abend führte - und das nun schon zum 3. Mal – dat heiß, ab hück is et Brauchtum!) erklärte dem Publikum, daß sich der Elferrat einen Virus eingefangen habe, der direkt ins Blut ging: den KARNEVALS-VIRUS. Just in dem Moment, wo das Publikum dies mit Begeisterung aufnahm, flogen die Bademäntel beiseite und zum Vorschein kamen knallbunte, brasilianische Farben – und die Naaksühle zeigten einmal mehr, dat se Fastelovend em Blot han! Damit war der Auftakt gemacht und dat „mer keiner bruche“, um zo erkläre, wie Fastelovend jeht, das verdeutlichte Eric, indem er mit dem Publikum den gleichlautenden Titel von den Bläck Fööss anstimmte.

 

 

 

Direkt danach heizte die Band „Hanak“ den Saal mit „Dat muss Kölle sin“ richtig an. Natürlich hatten sie auch ihre neue Single „Durch de Naach“ mit dabei und begeisterten das Publikum. Mit Parodie und Wortwitz verstand anschließend Guido Cantz den ganzen Saal zum Lachen zu bringen. Seine frechen, kurzen Schüsse auf das Zwerchfell kamen bei allen Jecken sehr gut an. Die Gruppe „Querbeat“ sorgte dann für eine bunt gemischte, volle Bühne und mit ihrer tollen Mischung aus Samba- und Kölschrhythmen animierten sie das närrische Volk zum Mitsingen und Klatschen.

 

 

 

Mit Power ging es auch gleich zum nächsten Punkt, denn da liefen die Ühlepänz ein und warteten mit ihren neuen tollen Tänzen auf. Nach einem Medley aus beliebten kölschen Liedern und einer Entführung zum Broadway bedankte sich das Publikum mit ordentlich viel Applaus und forderte eine Zugabe. Nach einer kurzen Verschnaufpause durfte  Rebecca Ollig von den Ühlepänz stellvertretend den Sessions-Orden vom Festkomitee des Kölner Karnevals an Eric verleihen. Diesen hatte Präsident Markus Ridderbusch vom Festkomitee an dem Abend mitgebracht, der unsere Veranstaltung als Ehrengast besuchte.

 

 

 

Auch Eric bedankte sich bei Trainerin Diana Deckers mit einem Blumenstrauß für die gute Zusammenarbeit beim Training mit den Ühlepänz. Für die geleistete tolle Arbeit bekamen auch die Jugendvertreterinnen Carina Hering und Jasmin Monschau Blumen überreicht.

 

 

 

Entertainer Martin Schopps hatte mit seinem Auftritt leichtes Spiel und musste sich so gar nicht „zum Affen machen“.

 

 

 

Mit dem Corp der KG Treuer Husar Blau Gelb marschierte ein neuer Programmpunkt auf die Bühne. Bei erstklassigen Tanzeinlagen von Tanzmariechen Bianca Rippen und ihrem neuen Tanzoffizier Marvin Steven staunte das Publikum und bedankte sich für die tolle Darbietung mit einem riesigen Applaus.

 

 

 

Nach der Pause heizten „De Boore“ dem Publikum richtig ein und rockten Bühne und Saal. Das änderte sich auch nicht, als Karnevalist und Comedian Bernd Stelter mit seinen spritzigen, witzigen Beiträgen auftrat. Gekonnt zog er das Publikum wieder einmal in seinen Bann.

 

 

 

Nun war es Zeit, das Kölner Dreigestirn auf die Bühne zu holen. Mit ihrem Sessionslied „Karneval em Blot“ brachten Prinz Ralf Görres, Bauer Dirk Königs und Jungfrau Axel Busse direkt wieder brasilianische Klänge mit auf die Bühne und schunkelten gemeinsam mit dem ganzen Saal.  

 

 

 

Diese 3 hatten es sich in ihrer Amtssession zur Aufgabe gemacht, alle Karnevalsvereine von Köln zu verbinden. Dafür wurde an alle Präsidenten der Mitgliedschaft ein Puzzle-Teil vergeben. Jede Gesellschaft konnte dies nach eigenen Ideen gestalten. (Bei der Naaksühle durften die Ühlepänz die Gestaltung übernehmen). Auf ihrer Reise durch die Session wurden diese Puzzle-Teile dann vom Dreigestirn wieder abgeholt. (Kurz vor Aschermittwoch wurde das Riesenpuzzle dann  komplettiert. Danach bot sich die Möglichkeit, das Puzzle zu ersteigern. Der Erlös ging an Kinder in Köln und Rio. In Köln kam es dem Reichensperger-Haus zugute.)

 

Zu guter Letzt bekam Präsident Peter Monschau vom Bauer Dirk noch den Sessionsorden verliehen.

 

 

Nachdem die Hoheiten samt Gefolge den Saal wieder verlassen hatten, zeigten die „Domputzer“ ihr Können und daß nicht nur der Dom selbst mit seinen Spitzen hoch hinaufragt. Mit einer tollen Tanzleistung, vielen akrobatischen Elementen, Sprüngen und Hebefiguren wirbelten sie ordentlich Staub auf. Sogar Sitzungspräsident Eric Schroth wurde direkt vom Fleck weggefegt und flog (kontrolliert) hoch hinaus – und ja, er konnte es noch!

 

 

Die Band „Klüngel Köpp“ sorgte zu guter Letzt für einen fabelhaften Programmabschluß.

 

Anschließend wurde im Foyer bei Musik gelacht und gefeiert und so endete die Prunk- und Kostümsitzung der Naaksühle erst in den frühen Morgenstunden – wie sich das eben für Nachteulen gehört...