Prunk- und Kostümsitzung 2014

 

In diesem Jahr eröffneten wir unsere Prunksitzung in der Mülheimer Stadhalle mit Kindern aus der Gemeinschaftsgrundschule Nußbaumer Straße in Ehrenfeld. Zusammen mit unserem Sitzungspräsidenten Eric Schroth sangen die Kinder ein Lied, das die Menschen nicht besser hätte verdeutlichen können. Mit „...alle Menschen auf der Welt ha’m die Nase vorn“ wollten wir darauf hinweisen und sensibilisieren, dass jeder anders sein darf, aber dennoch alle gemeinsam Karneval feiern können. Für eine lustige pantomimische Einleitung des Ganzen unterstützte unser Elferrat. Damit wollen wir eine Grenze im Kölner Sitzungskarneval öffnen und auch Gehörlosen die Möglichkeit bieten, aktiv an einer Karnevalssitzung teilzunehmen, die es so im Kölner Karneval noch nicht gegeben hat.

 

Folglich liessen wir unsere komplette Prunksitzung mit Hilfe von Gebärdensprachdolmetschern der Firma "Loor Ens" auf Kölsch übersetzen. Mit dabei waren: Asta Limbach, Lisa Rickus, Marcel Zamojski und Marion Jokisch, die abwechselnd Wort für Wort auf Kölsch und sogar die Lieder übersetzen konnten, da staunte selbst Henning Krautmacher von den Höhnern. Durch diese Übersetzungen konnten die Gehörlosen mitschunkeln, mitlachen und feiern und so einen tollen Sitzungsabend mit uns verbringen. „Die Resonanz und die Begeisterung war nicht nur bei den Gehörlosen unglaublich toll“ so Markus Hilligsberg, der dieses Projekt bei der KG Naaksühle auch tatkräftig unterstützte. "Wir haben viel mehr Karten an Gehörlose verkauft, als ursprünglich eingeplant waren und es liegen uns noch weitere Anfragen vor." So war der Stand vor unserer Prunksitzung. Das die Gehörlosen letztlich auch Spaß hatten und begeistert waren, war unschwer an den Gesichern und den Reaktionen zu erkennen.

 

Ebenso dauerte es nicht lange, bis sich immer mehr auch mal das lautlose Klatschen in Form von hoch erhobenen, drehenden Händen auf viele weitere Sitzreihen ausdehnte...  Gemeinsam Spass haben kann doch oft so einfach sein.

 

Mit vielen weitern Highlights flogen die Naaksühle durch den kurzweiligen Abend. Eine Auswahl der besten Karnevalisten und Bands gaben sich an diesem Abend bei unser Sitzung die Klinke in die Hand. Gleich zu Beginn sorgte "Ne Usjeflippte" für die ersten Lacher im Saal. Mit Songs wie "Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein" verzauberten kurz darauf die Domstürmer das Publikum, nachdem sich die restliche Technik eingefunden hatte.

 

Im Anschluß übernahmen die Räuber direkt den stimmungsvollen Saal. Dabei fiel es ihnen in gekonnter Manier absolut nicht schwer, die Stimmung aufrecht zu erhalten und weiter zu steigern.

 

Nach so viel Gesang und Geschunkele wurde es nun Zeit für den großen Auftritt des Kölner Dreigestirns. Kurz nach halb sechs gaben sich Prinz Björn I., Jungfrau Hermia und Bauer Michael die Ehre und nach dem Aufmarsch kurzum bekannt, daß sich das Dreigestirn in dieser Session ehr den Tanzeinlagen statt dem Gesang verschrieben habe. Spätestens als Jungfrau Hermia aus ihrem Kleid ein Riesenrad machte und mit einem Spagat die Performance abschloß, staunte das Publikum nicht schlecht. Als ehemaliger Tanzoffizier der Blauen Funken und zudem auch Trainer von diversen Tanzpaaren des Kölner Traditionskorps hat Jungfrau Jens Hermes absolut nichts verlernt. Nachdem das Trifolium mit ihren Tanzeinlagen begeistert hatte, war nun für unsere Uschi Hering ein ganz besonderer Moment gekommen. Ganz überrascht wird sie auf die Bühne geholt. Für die viele Hilfe hinter den Kulissen bedankte sich das Dreigestirn bei unserer "Heldin des Alltags". Uschi hilft schon seit Jahren als ehrenamtliche Gesellschaftssekretärin, ist telefonisch immer ansprechbar und unterstützt die Gesellschaft, ohne ein Amt zu bekleiden. An der Gestaltung unseres Festheftes hilft sie tatkräftig bei der Einholung von Inseraten mit. Die Wurfmaterialbestellung wäre ohne sie sicher auch chaotisch und so manch einer hätte kein passendes Kostüm. Selbst als Ühlepostverteiler macht sie sich mit dem Fahrrad auf den Weg. Für all dies zeichnet das Dreigestirn sie mit der Prinzenspange aus. Auch erhält Uschi ein gerahmtes Foto mit dem Dreigestirn 2014. Herzlichen Dank auch von uns allen, liebe Uschi, für Deine stete Unterstützung!

 

Den Gedanken vom tanzenden Dreigstirn hatten wir aufgegriffen und da das Trifolium keine Geschenke annehmen wollte, überreichten wir auf unserer Prunksitzung nun symbolisch drei goldene Miniaturtanzschuhe und eine Schriftrolle. Darauf war festgehalten, dass die KG Naaksühle in einer Schatzkiste auch an den nächsten Veranstaltungen für das Dreigestirn weiter sammeln wird. Die Schatzkiste soll dann an Weiberfastnacht auf dem Wupperplatz gut gefüllt übergeben werden.

 

Nach dem Ausmarsch der Hoheiten ertönte das bekannte Safri Duo mit "Playing alive" - Kenner wussten spätestens jetzt: Zeit für unsere Ühlepänz! Mit einem erneuten witzigen Schlagabtausch führten die Kommandantinnen Janina Jansen und Vanessa Quintero (sonst spricht zustätzlich auch Rosalie Jansen) durch die Tänze. Schwungvoll und mit tollen Hebefiguren präsentierten sie suverän die einstudierten Tänze und freuten sich über viel Applaus und ein Publikum, das natürlich eine Zugabe verlangte. 

 

Anschließend wurde auch dem Publikum einiges abverlangt, denn viele wußten nicht, ob sie ständig klatschen oder sich vor Lachen den Bauch halten sollten, da Marc Metzger in gewohnt gekonnter Weise aktuelle Themen wie Werbung, ipod (oder I-Sprung) und andere Geschehnisse zur Belustigung stellte, daß es schwierig war, die Rede ernsthaft zu verfolgen. Dafür jedoch tobte der Saal und mit ihm auch auch Markus Gottschalk (Prinz Karneval 2012), Markus Ritterbach vom FK Kölner Karneval sowie Freunde aus der KG Fürstenberger, der KG Blomekörvje und der KG Uhu.

 

Dann die ersehnte Pause, Erholung für die Lachmuskeln und .....endlich zur Toilette.

 

Aber auch den nächsten Programmpunkt durfte man nicht verpassen. Mit ihren tollen Liedern und "Heimat es" hatten die Paveier direkt das Schunkeln wieder in Gang gebracht und die Herzen der Kölner und Gäste erobert. Ihnen folgte als Redner der Sitzungspräsident, der so einige "internas" preisgab.

 

Dann hieß es Luft anhalten im Saal denn das Tanzkorps Colonia Rut-Wiess ließ gekonnt die Puppen, äähm Mariechen, fliegen. Damit lösten sie Staunen im Saal aus und erntete tosenden Beifall für die phantastisch vorgeführten akrobatischen Tanzleistungen mit exzellenten Wurf- und Hebefiguren.

 

Für einen schwungvollen und famosen Abschluß unserer Prunksitzung sorgten die Höhner und auch hier hielt es die Gäste kaum noch auf den Stühlen. Wie soll man da das Programm beenden?

 

Begleitet wurde die gesamte Prunksitzung wieder von der tollen Thomas Arends Combo. Und nach so einem gelungenem Abend bedankten wir uns auch bei Firma "Loor Ens" für die tolle Arbeit. Anschließend wurde im Foyer noch lange gestanden und geschwaadt, was während des phantastischen Programms viel zu kurz kam...

 

Danke lieber Jürgen Steup, für dieses tolle Programm!!! 

 

eure Presseühl Jane